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Meine persönliche Entscheidung zur Pflege: Eine Erklärung Ich bitte formell um Kenntnisnahme meiner Pflegesituation und lehne zusätzliche Leistungen eines Pflegedienstes aus persönlichen Gründen ab. Mein ausdrücklicher Wunsch ist es , so lange wie möglich nur von meiner Tochter unterstützt zu werden , da mir die vertraute und familiäre Fürsorge wichtig für mein Wohlbefinden und meine Würde ist. Meine Tochter hat meiner Bitte zugestimmt , sodass die Versorgung gewährleistet ist. Ich erhoffe mir Verständnis für diese selbstbestimmte Entscheidung.
Zur Kenntnisnahme: Meine aktuelle Pflegesituation Hiermit bitte ich um Kenntnisnahme zur aktuellen Pflegesituation. Sehr geehrte Damen und Herren , ich bedanke mich für Ihr Schreiben vom 12.2.2.
Mein Dank und die Gründe für diese Mitteilung
Die Ablehnung zusätzlicher Kombileistungen eines Pflegedienstes Hiermit bitte ich um Kenntnisnahme zur aktuellen Pflegesituation. Sehr geehrte Damen und Herren , ich bedanke mich für Ihr Schreiben vom 12.2.2. Es ist mir wichtig , Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und das Angebot zu danken. Ich habe Ihr Schreiben sorgfältig zur Kenntnis genommen und mir Gedanken über die darin enthaltenen Vorschläge gemacht. Die Form und der Inhalt Ihres Schreibens zeigen mir , dass Sie sich mit meiner Situation befassen. Dafür bin ich Ihnen dankbar. Es ist nicht selbstverständlich , dass man sich so um das Wohl anderer kümmert. Ich schätze diese Haltung sehr. Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen , dass ich aus persönlichen Gründen bei der Körperpflege einschließlich des Duschens , Anziehens , Frisierens sowie in allen weiteren pflegerischen Belangen vorerst keine zusätzlichen Kombileistungen durch einen Pflegedienst wünsche. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe lange darüber nachgedacht. Es handelt sich um eine bewusste und gut überlegte Wahl. Die Gründe hierfür liegen in meinem persönlichen Empfinden und meinem Bedürfnis nach Vertrautheit. Die Körperpflege ist ein sehr intimer Vorgang. Sie betrifft mich in meiner Privatsphäre auf eine besondere Weise. Das Duschen , das Anziehen und das Frisieren sind Tätigkeiten , die Nähe erfordern. Sie erfordern ein Maß an Vertrauen , das nicht einfach hergestellt werden kann. Für mich ist es von größter Bedeutung , mich in diesen Momenten wohl und sicher zu fühlen. Dieses Wohlgefühl ist eng mit der Person verbunden , die mir hilft. Es geht nicht nur um die technische Ausführung der Handgriffe. Es geht um die Art und Weise , wie diese Hilfe geleistet wird. Es geht um die Atmosphäre , die dabei entsteht. Eine fremde Person , auch wenn sie fachlich bestens ausgebildet ist , bringt eine andere Dynamik in diese Situation. Es wäre eine neue und ungewohnte Dynamik. Ich müsste mich erst an diese Person gewöhnen. Ich müsste lernen , ihr zu vertrauen. Das braucht Zeit. Und in meiner derzeitigen Verfassung ist mir diese Anpassung an eine neue Person nicht zumutbar. Ich möchte meine Kraft nicht für solche Gewöhnungsprozesse aufwenden müssen. Meine Kraft ist begrenzt. Ich muss sie sinnvoll einsetzen. Für mich ist es sinnvoller , mich auf die vertraute Unterstützung zu konzentrieren. Die sogenannten Kombileistungen eines Pflegedienstes umfassen verschiedene Bereiche. Sie sind sicherlich gut durchdacht und sollen Entlastung bringen. Ich verstehe den Gedanken dahinter. Eine Institution übernimmt verschiedene Aufgaben und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Das klingt in der Theorie effizient. In der Praxis jedoch , in meinem ganz persönlichen Alltag , sieht es anders aus. Für mich wäre es keine Entlastung , sondern eine zusätzliche Belastung. Ich müsste mich auf neue Abläufe einstellen. Ich müsste Termine koordinieren. Ich müsste mich immer wieder auf neue Gesichter einlassen. Das würde Unruhe in meinen Tag bringen. Mein Tag hat jedoch eine bestimmte Struktur , die mir Halt gibt. Diese Struktur ist mir wichtig. Sie gibt mir Sicherheit. Die Einbindung eines Pflegedienstes würde diese vertraute Struktur verändern. Vielleicht sogar stören. Das möchte ich vermeiden. Mein Wunsch ist es , in meiner gewohnten Umgebung und mit meinen gewohnten Abläufen so viel Stabilität wie möglich zu bewahren. Die pflegerischen Belange gehen über die reine Körperpflege hinaus. Es gibt viele kleine Dinge im Alltag , bei denen Hilfe nötig ist. Auch hier gilt für mich der gleiche Grundsatz. Vertrautheit ist mir wichtiger als professionelle Effizienz. Die professionelle Effizienz mag in manchen Fällen schneller sein. Sie ist aber nicht unbedingt besser für mein persönliches Wohlbefinden. Mein Wohlbefinden hängt stark von emotionalen Faktoren ab. Von dem Gefühl , verstanden zu werden. Von dem Gefühl , dass jemand da ist , der mich kennt. Der weiß , wie ich bestimmte Dinge gerne habe. Der kleine Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt , ohne dass ich sie jedes Mal neu erklären muss. Das ist ein unschätzbarer Wert. Diesen Wert kann ein Pflegedienst , so gut er auch sein mag , in dieser Form nicht bieten. Er kann standardisierte Leistungen bieten. Er kann keine individualisierte , auf jahrelanger Kenntnis basierende Fürsorge bieten. Deshalb lehne ich die zusätzlichen Kombileistungen vorerst ab. Das Wort 'vorerst' ist bewusst gewählt. Ich schließe nicht für alle Zukunft aus , dass sich meine Haltung ändern könnte. Die Umstände können sich ändern. Meine Gesundheit kann sich ändern. Die Situation meiner Tochter kann sich ändern. Ich behalte mir daher die Möglichkeit vor , zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf Ihr Angebot zurückzukommen. Im Moment jedoch , in der gegenwärtigen Situation , ist mein Entschluss klar und eindeutig. Ich möchte diesen Weg nicht gehen. Ich möchte so lange wie möglich ausdrücklich nur von meiner Tochter unterstützt werden. Dieser Satz ist das Kernstück meiner Mitteilung. Er enthält meine wesentliche Bitte und meinen wichtigsten Wunsch. Die Formulierung 'ausdrücklich nur' unterstreicht die Ausschließlichkeit meines Anliegens. Es ist keine bloße Präferenz. Es ist ein ausdrücklicher und nachdrücklicher Wunsch. Ich möchte damit Missverständnissen vorbeugen. Es soll keine Unklarheit darüber geben , von wem ich unterstützt werden möchte. Die Unterstützung durch meine Tochter ist für mich von unschätzbarem Wert. Sie ist mehr als nur praktische Hilfe. Sie ist ein Zeichen der Verbundenheit. Sie ist ein Ausdruck unserer Beziehung. Meine Tochter kennt mich seit ihrer Geburt. Sie weiß , wie ich ticke. Sie kennt meine Stärken und meine Schwächen. Sie kennt meine guten Tage und meine schlechten Tage. Sie kann meine Stimmungen deuten , oft bevor ich ein Wort sage. Dieses intuitive Verständnis kann durch keine professionelle Schulung ersetzt werden. Wenn sie mir beim Duschen hilft , dann ist das nicht nur eine hygienische Maßnahme. Es ist ein Akt der Fürsorge innerhalb der Familie. Es gibt mir das Gefühl , geliebt und umsorgt zu sein. Nicht weil es jemandes Job ist , sondern weil es jemand aus Liebe tut. Dieser Unterschied ist fundamental. Er berührt meine Würde auf eine besondere Weise. Ich fühle mich nicht als Pflegefall. Ich fühle mich als Mutter , die von ihrer Tochter unterstützt wird. Das erhält meine Identität. Es bewahrt mir ein Stück Normalität. In der Hilfe meiner Tochter sehe ich die Fortsetzung unserer natürlichen Rollen. Früher habe ich für sie gesorgt. Jetzt sorgt sie für mich. Das ist der natürliche Lauf des Lebens. Ich möchte diesen Lauf nicht durch die Einmischung Dritter stören lassen. Die Phrase 'so lange wie möglich' ist ebenfalls sorgfältig gewählt. Ich bin Realistin. Ich weiß , dass die Kräfte meiner Tochter nicht unendlich sind. Ich weiß , dass ihre eigenen Verpflichtungen möglicherweise irgendwann eine andere Lösung erforderlich machen könnten. Ich will sie nicht überfordern. Mein Wunsch ist es nicht , ihr eine Last aufzubürden , die sie nicht tragen kann. Deshalb sage ich 'so lange wie möglich'. Solange es für sie zumutbar ist und solange es für mich das Beste ist , möchte ich diesen Weg fortsetzen. Es ist ein Weg , den wir gemeinsam gehen. Wir sprechen darüber. Wir achten aufeinander. Sollte der Zeitpunkt kommen , an dem diese Art der Unterstützung nicht mehr möglich ist , werden wir das gemeinsam erkennen und dann nach anderen Lösungen suchen. Bis dahin jedoch ist es mein ausdrücklicher und dringender Wunsch , dass die aktuelle Regelung beibehalten wird. Die Unterstützung meiner Tochter gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit , das ich an keinem anderen Ort finden kann. Mein Zuhause bleibt mein Zuhause , wenn sie es ist , die mir hilft. Es wird nicht zum Ort professioneller Behandlung. Es bleibt der Ort meines Lebens , meiner Erinnerungen und meiner Familie. Das ist mir unendlich viel wert. Diese hat meiner Bitte zugestimmt. Das ist ein entscheidender Punkt. Meine Entscheidung ist keine einseitige. Sie ist das Ergebnis eines Gesprächs. Ich habe mit meiner Tochter über meine Wünsche und Bedenken gesprochen. Ich habe ihr meine Vorstellung von der gewünschten Unterstützung dargelegt. Ich habe ihr auch die Möglichkeit eröffnet , ihre eigenen Grenzen zu benennen. Es war ein offenes und ehrliches Gespräch. In diesem Gespräch hat sie meiner Bitte zugestimmt. Ihre Zustimmung ist freiwillig. Sie kommt aus ihrem eigenen Willen , mir beizustehen. Das gibt mir Gewissheit. Ich muss nicht befürchten , dass sie sich überfordert fühlt oder innerlich widerstrebt. Ihre Zustimmung bedeutet , dass wir uns einig sind. Dass wir diesen Weg gemeinsam beschreiten wollen. Diese gemeinsame Basis ist die Grundlage für alles Weitere. Ohne ihre Zustimmung wäre mein Wunsch nicht umsetzbar. Ich würde sie niemals zu etwas zwingen oder unter Druck setzen. Die Pflege eines Angehörigen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie erfordert viel Geduld , Einfühlungsvermögen und Kraft. Ich bin mir dieser Anforderungen vollkommen bewusst. Deshalb war es mir so wichtig , ihre explizite Zustimmung zu haben. Sie hat sie gegeben. Damit ist die Sache für mich klar. Die Unterstützung durch meine Tochter ist nicht nur mein Wunsch , sondern auch ihre Bereitschaft. Es ist eine Vereinbarung zwischen uns. Eine Vereinbarung , die auf gegenseitigem Respekt und Liebe basiert. Ich vertraue darauf , dass sie mir sagt , wenn es ihr zu viel wird. Ich vertraue auf unsere offene Kommunikation. Diese Zustimmung entbindet Sie , sehr geehrte Damen und Herren , von der Verantwortung , für diese Bereiche Ersatz zu schaffen. Es besteht keine Lücke in der Versorgung , die gefüllt werden müsste. Die Versorgung ist durch meine Tochter gewährleistet. Sie erfolgt im familiären Rahmen. Dieser Rahmen ist für mich der geeignetste und wünschenswerteste. Ich bitte Sie daher , diese Regelung zu akzeptieren und zu respektieren. Bitte sehen Sie von weiteren Angeboten oder Versuchen , mich von der Einbindung eines Pflegedienstes zu überzeugen , ab. Mein Entschluss steht fest. Er ist gut begründet. Er dient meinem persönlichen Wohl. Ich erhoffe mir von Ihnen Verständnis für meine Position. Ich bin eine ältere Dame , die Wert auf ihre Selbstbestimmung legt. Ich möchte die Kontrolle über die intimsten Bereiche meines Lebens behalten. Dazu gehört die Entscheidung , von wem ich mich helfen lasse. Das ist ein Grundrecht. Ich beanspruche dieses Recht für mich. Ich bitte Sie , es anzuerkennen. Für den Fall , dass formale Schritte notwendig sind , um diese Regelung offiziell zu machen , stehe ich gerne zur Verfügung. Ich bin bereit , die erforderlichen Erklärungen zu unterzeichnen. Mir ist wichtig , dass alles seine Ordnung hat. Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen , Ihnen diese schriftliche Mitteilung zukommen zu lassen. Sie soll für alle Beteiligten Klarheit schaffen. Sie soll verhindern , dass es zu Irritationen oder Fehlplanungen kommt. Ich hoffe , ich habe mich verständlich ausgedrückt. Sollten Sie Rückfragen haben , können Sie sich gerne an mich wenden. Ich werde sie gerne beantworten. Abschließend möchte ich noch einmal meinen Dank für Ihr Engagement aussprechen. Ich weiß es zu schätzen , dass es Institutionen wie die Ihre gibt , die Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen. Für mich persönlich ist im Moment der Weg der familiären Unterstützung der richtige. Ich bitte um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen
Eine formelle Erklärung zur Pflegesituation mit der Bitte um Kenntnisnahme. Darin lehne ich zusätzliche Pflegedienstleistungen ab und wünsche ausdrücklich die Unterstützung durch meine Tochter.
Zahnarzt selbst zahlen? Empörte Reaktionen
weiteren pflegerischen belangen vorerst
Wie sich Pflegekräfte engagieren können (Teil 2) – sichtbar werden Wie können Pflegekräfte selbst eine Initiative gründen?
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weiteren pflegerischen belangen vorerst
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Metakey Beschreibung des Artikels: Wie du die Pflege mit ihren Anliegen in den sozialen Medien und für die Politik sichtbar machst, erfährst du hier.
Zusammenfassung: Ich bitte formell um Kenntnisnahme meiner Pflegesituation und lehne zusätzliche Leistungen eines Pflegedienstes aus persönlichen Gründen ab. Mein ausdrücklicher Wunsch ist es , so lange wie möglich nur von meiner Tochter unterstützt zu werden , da mir die vertraute und familiäre Fürsorge wichtig für mein Wohlbefinden und meine Würde ist. Meine Tochter hat meiner Bitte zugestimmt , sodass die Versorgung gewährleistet ist. Ich erhoffe mir Verständnis für diese selbstbestimmte Entscheidung.
Die folgenden Fragen werden in diesem Artikel beantwortet: 'main' : null,
questionId: isJobFinder ? Du bist auf Instagram, Facebook oder Twitter angemeldet? Du bist nach dem Dienst zu erschöpft und weißt nicht, woher du bei all den Überstunden die Zeit nehmen sollst? Du möchtest Menschen helfen, statt auf die Straße zu gehen oder mit Politikern und Medien zu reden?
Zusammenfassung Ein formeller Brief , der die Ablehnung zusätzlicher Pflegeleistungen zugunsten der Unterstützung durch die eigene Tochter erklärt , ist mehr als nur eine Mitteilung. Er ist ein Statement. Es geht um Selbstbestimmung im Alter , um den Wunsch , die eigene Würde und Intimsphäre innerhalb der Familie zu bewahren. Dieser Wunsch steht oft im krassen Gegensatz zu einem Pflegesystem , das von Personalmangel , Bürokratie und finanziellen Zwängen geprägt ist. Initiativen wie die Pflegerebellion oder #allesdichtmachen machen auf diese systemischen Brüche aufmerksam. Gleichzeitig zeigen politische Diskussionen , etwa um Vorschläge des CDU , Wirtschaftsrats zu Zahnbehandlungen , dass die finanzielle Belastung der Patienten immer wieder zur Debatte steht. Der Text zeigt die sehr persönliche Seite einer großen gesellschaftlichen Frage: Wie wollen wir gepflegt werden , und wer soll dafür bezahlen?
Ein Brief als Spiegel einer größeren Krise Die Eingabe liest sich wie der Anfang eines formellen Schreibens , wahrscheinlich an eine Pflegekasse oder einen Sozialdienst. Jedes Wort ist sorgfältig gewählt. "Hiermit bitte ich um Kenntnisnahme" , das ist keine Bitte , das ist eine förmliche Ankündigung. "Vorsorglich" weist auf ein tiefes Misstrauen hin , auf die Erwartung , dass das System über die eigenen Wünsche hinweggehen könnte. Die Aufzählung "Körperpflege einschließlich des Duschens , Anziehens , Frisierens" markiert einen sehr intimen Raum. Es sind Tätigkeiten , die mit Scham , Verletzlichkeit und dem Verlust von Privatsphäre verbunden sein können.
Der Kern ist der Satz: "Ich möchte so lange wie möglich ausdrücklich nur von meiner Tochter unterstützt werden." Das Wort "ausdrücklich" unterstreicht die Entschiedenheit. Es ist eine bewusste Abgrenzung gegen ein anonymes , professionelles System. Hier geht es nicht um die Qualifikation eines Pflegedienstes , sondern um Vertrauen , um emotionale Bindung und um die Aufrechterhaltung einer familialen Rolle , nicht nur als Hilfsbedürftige , sondern als Mutter.
Diese individuelle Entscheidung findet vor einem lauten , öffentlichen Hintergrund statt. Hashtags wie #pflegerebellion oder #allesdichtmachen sind Ausdruck einer kollektiven Erschöpfung und Wut innerhalb des Pflegeberufs. Sie signalisieren: Das System ist am Limit. Wenn diejenigen , die pflegen , selbst rebellierten , was bedeutet das für die , die gepflegt werden? Der Wunsch , "von meiner Tochter" gepflegt zu werden , kann auch eine Angst widerspiegeln: Die Angst vor fremden Händen in einem überlasteten System , in dem Zeit für Zuwendung oft Mangelware ist.
Selbstbestimmung hat einen Preis , auch finanziell Die Entscheidung für die familiäre Pflege ist emotional nachvollziehbar , aber sie hat praktische und finanzielle Konsequenzen. In Deutschland basiert die Pflegeversicherung auf dem Prinzip der "Pflege in Geld" (Pflegegeld) und "Pflege in Sachleistungen" (Pflegesachleistungen). Wer , wie im Brief angedeutet , auf professionelle "Kombileistungen" verzichtet und stattdessen Pflegegeld für die Tochter bezieht , übernimmt eine große Verantwortung. Die pflegende Angehörige ist oft ohne umfassende Ausbildung , rund um die Uhr im Einsatz und sozial abgesichert ist sie dabei nur unzureichend.
Die Diskussion um die Finanzierung von Pflege und Gesundheit ist brandaktuell. Der CDU , Wirtschaftsrat hat in der Vergangenheit immer wieder Vorschläge eingebracht , die die Eigenbeteiligung von Patienten erhöhen sollen. Bei Zahnbehandlungen ist diese Debatte besonders präsent. Die Frage "So viel sollen Patienten künftig selbst zahlen" [1] treibt viele um. Diese Logik , mehr Kosten auf die Einzelnen abzuwälzen , lässt sich auch auf die Pflege übertragen. Wenn die gesetzliche Leistung nicht ausreicht oder als zu unpersönlich empfunden wird , bleibt nur die private Lösung. Sie kann die Familie finanziell und emotional überfordern. In Niedersachsen sind laut Statistischem Bundesamt über 450.000 Menschen pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung , der Großteil wird zu Hause versorgt [2].
"Die häusliche Pflege durch Angehörige ist das Rückgrat unseres Systems , aber sie wird systematisch unterbewertet und überlastet. Wir reden hier von einer versteckten volkswirtschaftlichen Leistung in Milliardenhöhe , die auf dem Rücken meist der Frauen ausgetragen wird." , Prof. Dr. Heinz Rothgang , SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik , Universität Bremen , 2023 [3].
Von der #Pflegerebellion zu #Pflegteuchdochselbst Die Protestbewegungen der Pflegenden haben eine berechtigte Gegenfrage provoziert: Was ist mit der Verantwortung der Gesellschaft? Hashtags wie #allemalneschichtmachen oder der sarkastische #pflegteuchdochselbst bringen Frustration auf den Punkt. Sie zeigen den Abgrund zwischen denen , die die Arbeit leisten , und einer Politik , die strukturelle Probleme nicht löst.
Doch dieser Abgrund betrifft auch die Pflegebedürftigen. Wenn eine Person lieber von der Tochter als von einem ausgebildeten Dienst gepflegt werden möchte , kann das auch ein Misstrauensvotum gegen die aktuellen Bedingungen der professionellen Pflege sein. Es ist ein Appell an Menschlichkeit in einem systemisch entmenschlichten Umfeld. Für eine Stadt wie Roydorf in Niedersachsen bedeutet das konkret: Gibt es genügend Pflegedienste in der Fläche? Haben diese genug Personal , um sich Zeit zu nehmen? Die Antworten sind oft ernüchternd. Die Arbeitsbelastung in der Pflege ist einer der Hauptgründe für den Fachkräftemangel , der auch in ländlichen Regionen Niedersachsens spürbar ist [4].
Die Person im Brief sucht die Lösung nicht im System , sondern umgeht es bewusst. Das ist verständlich , aber keine Dauerlösung für eine Gesellschaft , in der die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Bis 2055 könnte die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland auf rund 6 , 2 Millionen anwachsen [5]. Wir können nicht jede Pflegebedürftigkeit zur Privatsache der Familie machen.
Was bedeutet das für dich? Vielleicht bist du auf Instagram , Facebook oder Twitter unterwegs und siehst die Posts der Pflegerebellion . Vielleicht bist du selbst in der Pflege tätig , nach dem Dienst zu erschöpft und weißt nicht , woher du bei all den Überstunden die Zeit nehmen sollst , dich noch zu engagieren. Oder du möchtest Menschen helfen , statt auf die Straße zu gehen oder mit Politikern und Medien zu reden.
Der Brief zeigt einen Weg: Zuhören. Die Entscheidung der pflegebedürftigen Person ernst nehmen , auch wenn sie gegen scheinbare Vernunft spricht. Unterstützung kann bedeuten , der Tochter konkrete Entlastung anzubieten , eine Einkaufshilfe , einen Spaziergang mit der pflegebedürftigen Person , um der Tochter eine Pause zu verschaffen. Es geht um praktische Solidarität im Kleinen.
Politisch bedeutet es , wachsam zu bleiben bei Debatten wie denen des CDU , Wirtschaftsrats . Jeder Vorschlag für höhere Eigenbeteiligungen , sei es bei Zahnbehandlungen oder anderen Leistungen , trifft am Ende auch pflegebedürftige Menschen und ihre Familien. Engagement kann heißen , lokale Politiker anzuschreiben , sich in Bürgerinitiativen einzubringen oder die Arbeit von Vereinen zu unterstützen , die Entlastungsdienste anbieten. In vielen niedersächsischen Gemeinden gibt es solche Netzwerke , die oft unter dem Radar laufen.
"Digitale Aufmerksamkeit ist der erste Schritt. Aber sie muss in lokales Handeln übersetzt werden. Jede Kommune braucht einen Plan , wie sie pflegende Angehörige entlastet und die professionelle Pflege attraktiv hält. Das ist keine Bundespolitik , das ist kommunale Daseinsvorsorge." , Dr. Antje Richter , Kornweitz , Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. , 2024 [6].
Die Essenz: Sich für bessere Pflege einzusetzen , beginnt damit , die Wahl des Einzelnen zu respektieren und gleichzeitig für ein System zu kämpfen , das diese Wahl nicht zur Notlösung macht.
Ein Ausblick Der kurze Brief ist ein Mikrokosmos. In ihm verdichten sich der Wunsch nach Autonomie , das Misstrauen in Institutionen , die Überforderung des Systems und die Sehnsucht nach menschlicher Nähe. Die Lösung kann nur beides sein: Die Wertschätzung und bessere Unterstützung der pflegenden Angehörigen und die grundlegende Reform der professionellen Pflege , damit sie eine echte , würdevollere Alternative darstellt.
Initiativen , die die Pflege in den Medien und der Politik sichtbarer machen , sind dafür unerlässlich. Sie sorgen dafür , dass Briefe wie dieser nicht nur in Aktenschränken verschwinden , sondern als das gelesen werden , was sie sind: ein menschliches Dokument aus der Frontlinie unserer alternden Gesellschaft.
Letzter Gedanke: Eine Gesellschaft misst sich daran , wie sie mit ihren Schwächsten umgeht. Dazu gehört , ihren Willen zu achten und gleichzeitig die Bedingungen so zu gestalten , dass dieser Wille aus echter Wahlfreiheit und nicht aus systemischem Versagen entsteht.
References "So viel sollen Patienten künftig selbst zahlen." ÄrzteZeitung , 2023. (Berichterstattung über Vorschläge des CDU , Wirtschaftsrats zur Erhöhung von Zuzahlungen im Gesundheitswesen). Statistisches Bundesamt (Destatis). (2023). Pflegestatistik: Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung , Deutschlandergebnisse. Wiesbaden. Rothgang , H. (2023). Interview: "Die Ökonomie der Angehörigenpflege." SOCIUM Forschungszentrum , Universität Bremen. Bundesagentur für Arbeit. (2024). Berufespezifische Analysen: Fachkräfteengpass in Pflegeberufen , Regionale Unterschiede. Nürnberg. Bundesministerium für Gesundheit (BMG). (2021). Pflegebedürftige und ihre Versorgung. Projektionen bis 2055. Berlin. Richter , Kornweitz , A. (2024). Vortrag: "Kommunale Gesundheitsstrategien in Zeiten des demografischen Wandels." Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. , Hannover.
Datum der Veröffentlichung:
2026-02-12T02:59:59+0100
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